Wenn im Frühling die Temperatur steigt und die Tage länger werden, keimt in uns der Wunsch auf, mehr Zeit im Freien zu verbringen. Ein Platz zum Lesen, Spielen oder Plaudern, das ist etwas ganz Feines. Doch wie soll dieser Platz aussehen. Wo soll er sein und vor allem, woraus soll er sein. Von all den Belägen für einen Sitzplatz ist eine Oberfläche aus Holz sicher die natürlichste.

Ein ökologischer Aspekt bei der Entscheidung der Holzart ist besonders die Herkunft. Weite Wege und eine nicht nachhaltige Holzwirtschaft schließen viele Holzarten aus Übersee dadurch aus. Zugegeben, viele dieser Hölzer sind besonders haltbar und auch äußerst attraktiv. Aber das können wir auch mit Holzarten aus unserer unmittelbaren Nachbarschaft erreichen.

Zwei Beispiele von hochwertigen heimischen Holzarten:

Europäische Lärche

Die Europäische Lärche – Larix decidua gehört zur Familie der Kieferngewächse. Die Besonderheit der Lärche ist, dass sie im Spätherbst die Nadeln abwirft. Das ist ungewöhnlich, sind doch die meisten Nadelgehölze immergrün. Diese Bäume können über 40 Meter hoch werden und wachsen im Mischbestand vom Hügelland bis ins Hochgebirge. Bei der Verarbeitung der Bäume wird nur das Kernholz für die Verwendung als Bauholz weiterverarbeitet. Es ist witterungsbeständig, zäh und hat ein gutes Quell- und Schwindverhalten. Die Farbe ist rötlichbraun und verfärbt sich bei Sonneneinwirkung silbrig-grau.

Gemeine Esche

Die Gemeine Esche – Fraxinus excelsior ist eine in Europa heimische Baumart aus der Familie der Ölbaumgewächse.

Schon in der germanischen Mythologie wurde sie als Weltenbaum Yggdrasil als Verbindung der Unterwelt (Wurzeln), Mittelwelt (Stamm) und Himmel (Krone) verehrt.

Sie wachsen in Waldgesellschaften mit Buchen auf feuchteren Standorten und auch auf flachgründigen Kalkböden. Sie können eine Wuchshöhe von 40 Metern erreichen, was uns auch der Artname der Esche excelsiorder sehr Erhabene – verrät. Das Holz der Esche ist hart, biegsam und wird durch eine spezielle Thermobehandlung ähnlich haltbar wie exotisches Tropenholz. Thermoeschenholz ist anfangs dunkelbraun und vergraut durch Sonneneinwirkung zunehmend. Dies kann man durch eine regelmäßige Behandlung mit Pflegeölen vermindern.

Der Bestand der Gemeinen Esche ist durch die Einschleppung des Schlauchpilzes Hymenoscyphus fraxineus stark gefährdet.

Aufbau einer Holzterrasse:

Bei der Errichtung einer Holzterrasse ist ein konstruktiver Holschutz besonders wichtig. Das heißt, dass alle Holzteile so verlegt sein müssen, dass bei Bodenkontakt oder Kontakt mit anderen Konstruktionsteilen eine Austrocknung des Holzes gewährleiste sein muss, bei waagrechten Konstruktionen ein Gefälle oder eine Abrundung der Oberfläche vorhanden sein sollte.

Unterkonstruktion:

Die Unterkonstruktion wird zumeist mit Hartholzstaffeln aus Eiche oder Robinie ausgeführt. Bei besonders feuchten Standorten kann es aber auch durchaus Sinn machen, die Unterkonstruktion aus Metallprofilen auszuführen, um die Haltbarkeit der Unterkonstruktion über die gesamte Nutzungsdauer der Terrasse zu gewährleisten. Als Gründung können Punktfundamente, vorhandene Betonplatten, aber auch ein Schotterbett dienen. Beim Verlegen der Unterkonstruktion auf Schotter ist ein Ablauf des Wassers unter dem Holz und ein Abtrocknen gegeben. Befinden sich Betonplatten unter dem Konstruktionsholz, sollte man spezielle Kunststoffblöcke aus granuliertem Gummi unterlegen, der das aufliegende Holz trocken hält. Bei einem unebenen Untergrund kann der Ausgleich und der Abstand zum Boden mit verstellbaren Füßen hergestellt werden.

Der Raster der Unterkonstruktion läuft quer zur Verlegerichtung der Terrassenoberfläche und  die Abstände der Latten zueinander sollten nicht größer als 50 cm sein. Ist die Unterkonstruktion fertig gestellt und hat ein leichtes Gefälle (1 – 2 %) können die Dielen montiert werden.  Man kann wählen, ob jede Diele durch das Holz geschraubt werden soll, oder ob die Befestigung zwischen den Dielen erfolgen soll.

Verschraubung der Dielen:

Die Verschraubung zwischen den Dielen hat zudem auch den Vorteil, dass die Terrassendielen nicht durchbohrt werden und mit Abstandshaltern auf der Unterkonstruktion stehen, die eine Hinterlüftung und somit eine lange Haltbarkeit des Terrassenbelages sicherstellen.

Oft werden Terrassendielen mit Rillen als Rutschhemmer verlegt. Das mag beim ersten Hinschauen plausibel scheinen, doch vergrößern diese Rillen die Oberfläche des Holzes, sie verschmutzen leichter und sind auch schwerer zu reinigen. Gutes Terrassenholz bekommt durch die natürliche Abwitterung einen automatischen Rutschschutz, da sich die Jahresringe ähnlich wie bei einer gebürsteten Oberfläche reliefartig ausbilden.

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